
Neue Schlagzeilen in Kolumbiens Zeitungen:
Schlagzeile um Schlagzeile dringt die Nachricht bis nach Bogotá vor, in den Medien wird das Desaster ausgestrahlt und innerhalb kürzester Zeit weiss ganz Kolumbien über das Desalojo (Räumung, Vertreibung) von Pasacaballos bescheid. Wiedereinmal herrscht in Pasacaballos Ausnahmezustand. Was erst nur als Gerücht galt, entpuppte sich leider doch als blanke Realität. Das Barrio Madre Herlinda Moises, was damals noch als Invasion in den Medien bezeichnet wurde, wird vom Militär, Sonderneiheiten und Bulldozern gewaltsam geräumt. Von Tränengas Geschädigte, unter Schock stehende Leute, schreiende Kinder und verzweifelte Familien ringen um ihr weniges Hab und Gut. Die Leute sind geschockt, was macht der Staat?
Es soll über diese menschenverachtende und menschenentwürdigende Vertreibung informiert werden. Damit möchten wir versuchen, unter anderem auch internationalen Druck auf das Bürgermeisteramt von Cartagena und den Gouverneur auszuüben. Denn die Regierung der Stadt Cartagena soll auch Rücksicht auf die „Kleinsten“ nehmen und zu ihrem Barrio Pasacaballos stehen. Cartagena soll nicht nur für ihre Touristen glänzen und ihre wirtschaftlichen Ziele verfolgen, sondern sich auch für ihre arme Bevölkerung einsetzen.
Hiermit veröffentliche ich einen Augenzeugenbericht eines Zivildieners und hier könnt ihr aktuelle Zeitungsartikel des Lokalblattes „El Universal“ über das Desalojo von Pasacaballos nachlesen und noch mehr Bilder ansehen.
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