¡Leute die Stiere sind los!
Stierkampf in Pasacaballos! Wochen zuvor kommt es schon im Radio und die Nachricht auf den bunten Plakaten in der ganzen Stadt ist nicht zu übersehen. Die Stiere kommen…
Samstag 29 März. Die Stiere sind schon seit einem Tag in Pasacaballos und die Leute reden nur noch von diesem Thema. Samstag 10:00 Uhr Vormittags kommt Erbin zu mir gesprungen und sagt >Lukas die Arbeit ist vorbei geh ne Runde schlafen und ich hol dich dann um 14:00 Uhr hier ab, jetzt gehts ab in die Arena<…->alles klar mach ich.
Gesagt wie getan, kommt er mich fast pünktlich abholen und wir machen uns auf den Weg zur Arena. Auf den Weg dorthin habe ich mir versucht vorzustellen, was mich jetzt erwarten wird. Ich hatte noch nie zuvor einen Stierkampf gesehen, also hatte ich nur die Bilder aus dem Fersehen im Kopf. Bilder aus Spanien in denen ein Mann in einer Arena, mit einem roten Tuch und Sperren, gegen den Stier kämpf und der Stier am Ende stirb. So war -kurz gesagt- meine Vorstellung von dem ganzem. Was ich vergessen hatte, ich bin hier in Kolumbien…
Auf dem Weg zur Arena kommt man an unzählbaren Ständchen vorbei in denen sie Essen und Bier verkaufen. Junge schöne Frauen die von „Ron de Medellin“ angestellt sind, geben einem „Stamperleweise“ Rum aus und Erbin drückt mir immer wieder ein neues Bier in die Hand. Dann angekommen an der Aussenwand der Arena, nimmt mich Erbin an der Hand und sagt >mir nach!<. Dann kämpfte ich mich durch Leute und das Holzgestänge -was die Arena darstellte- und ehe ich mich versah war ich mitten in der Arena und der Stier fast neben mir…
Als der Stier dann das erst mal auf uns zugerannt kam und ich mich mit sehr vielen Leute auf das Holzgestänge flüchtete, habe ich begriffen wie Stierkampf in Kolumbien /Pasacaballos aussieht:
Die Arena ist voll mit Leuten die den Stier einfach total verrückt und wild machen. Sie rennen auf ihn zu, bewerfen ihn mit Zeug, schlagen ihn mit Stöcken, fuchtel mit roten Tüchern rum (so wie ich es aus dem Fernsehen kannte) und irgendwann bewerfen sie ihn dann auch mit Sperren. Wenn der Stier dann müde ist, oder einfach so zu wenig Aktion bringt, wird er weggebracht und es kommt wieder ein neuer in die Arena. (In der Zeit dazwischen kann man Bier von Leuten kaufen, die schnell mit ihren Kühlboxen durch den Sand rennen und gleich wieder weg sind wenn der Stier kommt) Mitmachen kann jeder der sich traut und Regel gibt es -glaube ich- überhaupt keine. So sieht -kurz beschrieben- der Stierkampf in Pasacaballos aus.
Das ganze ist natürlich nicht ganz ungefährlich. Erbin erzähle mir dann in der Arena, dass als er zehn Jahe alt war, ein Stier in einem „Lauf“ sechs Menschen hintereinader getötet hat und auch sonst kommen imm wieder Leute bei dem Spektakel um. Die aufmunterenden Worte auf meinen Gesichtsausdruck hin waren:,, keine Angst wenn er kommt wirf dich auf den Boden, da kann er dich mit seinen Hörner nicht erreichen -nur über dich drüber rennen!“ …->passt vielen Dank
So war das, auf jeden Fall ist alles gut gegangen und als die Stiere dann alle weg waren, wurde noch ordentlich, bei einem bekannten DJ aus Cartagena, getanzt und gefeiert. Das blöde dabei war, dass ein Kollege von der Fundacion gute Beziehungen zu dem DJ hatte und so stand ich dann wieder einmal (andere Story die ich noch mit Alex am Anfang meiner Zeit hier erlebt habe) bei dem DJ oben und musst mit dem Mikrofon irgendwas in die verrückte Menge schreien
So verging das Wochenende der Toros en Pasacaballos und am Montag war ich nicht nur in der Fundacion Gesprächsthema nummer eins. naja ¡asi es la vida!









Zewas Lukas!
Kensch mi eh no oda..
Lässige Stierkampfgschichta heasch du do…in sowas bin i leider nia ineko..obwohl so krass loft des in Ecuador o wieder ned ab meines Wissens. Wenn heasch jetzt Rückflugdatum? Bisch jez o scho sau lang furt oda..bisch du ned kurz noch mir gfloga..oda doch no oan zwo mönat dazwüscha?
Tjo passt, in deam Fall könnt ma eventuell mol a Bier trinka go, woasch eh, coole latinische Geschichtle uspacka und so…
Machs guat, cuidate gg,
lg Michael
Alta du bisch jo nur krass =)
da Jüggi hät sich in da Arena valofa und bei deam vasuch mit am Kompass usezumfinda wärs glob schiaf ganga, wie in Arco =)
Freu mi scho wenn wida do bisch, und mir zemmat mol a mohren trinken mein Freund!
see ya Hanno
hola hermanito de Mareike
Ich sehe schon hier an der seltsamen Ausdrucksweise, dass du wohl derjenige bist, der aus Österreich (oder aus der Schweiz) kam? Davon hatte Mareike was erzählt, bevor sie nach Kolumbien ging.
Bei euch sieht alles sehr spannend aus und wenn ich mir so Mareikes Berichte durchlese, dann krieg ich echt Fernweh.
Aber es war trotzdem eine total schöne Zeit.
Mallorca ist noch so europäisch…ich würde gerne mal eine völlig neue Kultur kennenlernen
Ich kann mir echt gut vorstellen, wie schwer es für euch wird…
pobrecitos…
Anna
hola muesli-junkie.